Vom Welpen zum Forschungspartner
Die Geschwister Aponi, Tuari und Helaku machten den Anfang – zwei Wochen später folgte Nara sowie das zweite Geschwistertrio bestehend aus Denahi, Nayati und Catori. Alle sieben stammen aus europäischen Wildparks. In den kommenden Monaten lernen die Welpen Schritt für Schritt ihre neue Umgebung und ihre Bezugspersonen kennen. Dabei entsteht eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Mensch und Tier – die Grundlage dafür, dass die Wölfe später stressfrei und auf freiwilliger Basis an wissenschaftlichen Studien teilnehmen können.
„Jeder Wurf bringt neue Charaktere mit sich. Man merkt schnell, wer der Mutige ist, wer eher vorsichtig und wer am liebsten alles gleichzeitig erkunden würde", erzählt Marianne Heberlein, wissenschaftliche Leiterin des WSC.
Forschung mit Wölfen und Hunden
Am WSC leben Wölfe und Hunde in getrennten Gruppen und werden unter vergleichbaren Bedingungen gehalten. Dieser einzigartige Ansatz erlaubt es Wissenschafter:innen aus aller Welt, Fragen rund um Domestikation, Kognition, Sozialverhalten und Physiologie zu untersuchen. Die Ergebnisse tragen wesentlich dazu bei, das Zusammenleben von Mensch und Wolf auf eine fundierte wissenschaftliche Grundlage zu stellen. Mit den sieben Neuankömmlingen umfasst die Einrichtung nun 15 Wölfe und zehn Hunde.
Wolfspat:innen gesucht
Wer die Wolfswelpen auf ihrem Weg begleiten und das Wolfsforschungszentrum unterstützen möchte, kann eine Tierpatenschaft übernehmen. Pat:innen erhalten exklusive Einblicke in den Alltag und die Entwicklung ihrer Schützlinge. Die Spenden fließen direkt in die Versorgung und artgerechte Haltung der Tiere. Weitere Informationen zum Patenschaftsprogramm sowie zum Besucher:innenprogramm – inklusive spezieller Welpen-Events – finden sich auf der Website des WSC.