WAMBLEE

Der Wolf mit den tausend Gesichtern

  • Geschlecht: männlich
  • Geburtsdatum: 22.04.2012
  • Herkunft: Haliburton Forest, Kanada
  • Im Rudel mit: Geronimo & Yukon

 

... Erscheinung

Wamblee ist bis auf einen weißen Brustfleck schwarz auf die Welt gekommen. Nun mit zunehmendem Alter sind seine Pfoten, Beine und Gesicht schon ziemlich weiß/grau geworden. Er ist recht zierlich für einen Rüden und hat eine sehr schlanke Statur. Wamblee´s Augen sind gelb und wunderschön. Auffällig ist, dass die Spitze seines rechten Ohres nach unten hängt und er somit ein kleines Knickohr hat. Das macht Wamblee noch sympathischer und garantiert ihm einen gewissen Niedlichkeits-Bonus. Bei unserem Haus- und Hof-Fotografen Rooobert Bayer ist Wamblee aber nicht nur wegen seines Ohres beliebt. Hinzu kommt, dass Wamblee ein wahrer Künstler der Mimik ist und in kürzester Zeit die verschiedensten Gesichtausdrücke hevorbringen kann. Zugegeben, Wamblee´s Gesichtskirmes sieht nicht immer nur vorteilhaft aus. Der Unterhaltungswert ist aber einmalig und die Zweibeiner haben immer etwas zu lachen.

... Charakter

Wamblee tut im „Zwischenwölfischen“ oft mutiger als er eigentlich ist. Doch tatsächlich genügt eine Zurechtweisung von Geronimo und Wamblee´s kleine, sichere Welt bricht kurzzeitig in sich zusammen. Dann sieht man ihn mit eingezogenem Schwanz verloren im Gehege herumstehen. Gleichzeitig ist Wamblee ein richtiger Charmeur, der Yukon über alles liebt. Oft stupst er sie an, um sie so zum ausgelassenen Spiel aufzufordern (vor allem dann, wenn Geronimo beschäftigt oder „außer Haus“ ist). Meistens geht Yukon auf Wamblee´s Spielaufforderungen ein, doch manchmal geht er ihr ein bisschen auf die Nerven. Interessant ist, dass Yukon´s Zurechtweisungen in diesem Fall oft härter ausfallen als Geronimo´s. Dies scheint allerdings in Wamblee´s subjektivem Empfinden nicht der Fall zu sein. Liebe macht eben manchmal blind und sehr tolerant.

Bei neuen Objekten ist Wamblee zunächst einmal vorsichtig bis ängstlich. Daher braucht es sehr viel Geduld, ihn an einen neuen Testapparat zu gewöhnen, vor allem dann, wenn sich dieser bewegt. Doch nicht nur unbekannte Objekte machen Wamblee Angst, sondern auch diese lange Dinger, die unten aus den Menschen herauswachsen und sich auch noch bewegen. Richtig, es geht um menschliche Beine. Die Ursprünge von Wamblee´s Beinphobie sind uns unbekannt. Vielleicht ist es ein mutiertes Gen? Jedenfalls muss man auf Spaziergängen mit Wamblee damit rechnen, dass er zwischendurch einen Satz zur Seite macht, wenn ihm wieder einmal gewahr wird, dass er sich in unmittelbarer Nähe zu laufenden Beinen befindet.

Abgesehen von ihren Beinen liebt Wamblee seine vertrauten Menschen aber sehr und lässt sich gerne stundenlang kraulen. Bei Fremden ist er etwas vorsichtiger und hat insbesondere bei Rudelbesuchen manchmal auch den Schalk im Nacken.

... im Welpenalter

Wamblee war unser kleiner „Problemwolf“ und kam gemeinsam mit seiner Schwester Kay aus Kanada. Obwohl er jünger als die vier amerikanischen Welpen war, konnte er sich im Rudel sehr gut behaupten. Im zarten Alter von 2 Wochen bekam er allerdings Probleme mit seiner Schluckmuskulatur und wir mussten ihn sehr vorsichtig füttern. Aus diesem Grund blieb er für lange lange Zeit kleiner als seine Schwester. Doch irgendwann holte Wamblee auf und wurde genau so goß wie Kay. Kein Wunder, denn er fraß so lange bis er einen kugelrunden Bauch hatte und mehr breit als lang war. Dabei konnte er sein Futter so gut verteidigen, dass ihn die älteren Welpen in Ruhe fressen ließen.

Obwohl Wamblee immer wieder mit den Großen spielte – wobei er oft welpenmäßig hoch jaulte – war er im Rudel eher zurückgezogen. Er hatte einen kleinen Platz unter großen Baumstämmen, wo er oft alleine im Schatten lag. Mit uns Menschen war Wamblee anfangs vorsichtig, an seine bekannten Pflegeeltern kuschelte er sich nachts aber sehr gerne an.