Caroline Ritter

Senior Tiertrainerin

 

Mein Name ist Caroline Ritter, hauptberuflich selbständig als mobiler Hundetrainer (Verhaltenstherapie, Früh- und Grunderziehung) in Wien und Umgebung tätig, bin ich im April 2011 zum ersten Mal als wissenschaftliche Praktikantin ans WSC gekommen. Meinen Bachelor in Biologie an der MLU in Halle, Deutschland hatte ich zu dieser Zeit gerade abgeschlossen und war schwer am überlegen, was als nächstes sinnvoll für mich wäre. Mein Wunsch war klar, ich wollte raus aus meiner Heimatstadt und Erfahrungen im Bereich der Wildtierforschung sammeln. Im Internet bin ich schnell fündig geworden, habe meine Bewerbung abgeschickt und schon wenig später ging die Reise zu den Wölfen los.

Innerhalb meiner Praktikumszeit bekam ich die Möglichkeit an einem interessanten Projekt zum Thema Toleranzverhalten bei Hunden und Wölfen mitzuwirken und dadurch mein Wissen zu erweitern. So habe ich während dieser 4 Monate getestet, codiert, analysiert, präsentiert und natürlich das Team sowie unsere Hunde und Wölfe Schritt für Schritt besser kennen- und lieben gelernt. Nach Beendigung meines Praktikums entschied ich mich, meinen Master an der Universität Wien im Bereich der Kognitionsforschung zu absolvieren. Leider ist mir dabei langsam klar geworden, dass ich kein Wissenschaftler bin, stattdessen meine Leidenschaft im Training von Tieren und der Beziehungsarbeit zwischen Mensch und Tier (natürlich vor allem Hunden und Wölfen) liegt.

Seither sind einige Jahre vergangen… Wie sollte es anders sein, bin ich (wie sicherlich Viele von uns) am WSC kleben geblieben und arbeite, mittlerweile seit April 2012, nebenberuflich zusammen mit meinen Kollegen für die Wissenschaft, Aufklärung und das Wohl unserer Tiere. Dabei haben sich meine Aufgabenbereiche im Laufe der Zeit ständig vergrößert. Vom Erklärbär bei Spaziergängen und Mädchen für alles hin zum Tourguide, anderen Ende der der Leine, Handaufzieher für unsere Welpen und Trainings- sowie Testpartner für unsere Wölfe und Hunde. Nirgendwo hätte ich in so kurzer Zeit so viel lernen, so viele unglaubliche Erfahrungen machen und soweit an meine Grenzen gehen können. Dabei ist es für mich immer wieder unglaublich spannend, zu sehen, wie die Tiere untereinander kommunizieren, im Training und in den Tests arbeiten und wie eng die Bindung werden kann, die sie zu uns Menschen aufbauen.

Letztlich bin ich angekommen, vorerst, in meinem Leben, konnte meine Leidenschaft zur Berufung machen (sowohl in Wien, als auch in Ernstbrunn) – durch mein Studium, das WSC aber vor allem durch meine eigenen Hunde sowie die Hunde und Wölfe hier am Institut, welche mir so viel beigebracht haben und, da bin ich mir sicher, weiterhin noch Einiges beibringen werden.