KASPAR

Alles unter Kontrolle

  • Geschlecht: männlich
  • Geburtsdatum: 05.05.2008
  • Herkunft: Herberstein
  • Im Rudel mit: Aragorn & Shima

... aber Kontrolle ist nicht alles!

Das Alpha-Tier des schwarzen Rudels ist sehr aufmerksam, nichts entgeht seinem Blick. Doch wenn er sein leidenschaftliches Heulen mit Shima und Aragorn anstimmt oder ganz nah bei beiden im Schatten döst, merkt man: es geht nicht nur ums Kontrollieren. Er möchte seine Freunde beschützen. Er passt auf sein Rudel auf.

... Erscheinung

Im Gegensatz zu seinen Alterskollegen, Aragorn und Shima, ist Kaspar noch immer relativ dunkel. Nur am Bauch und mittlerweile auch vereinzelt am Kopf wird er etwas heller. Seine gelben Augen stechen aber immer noch deutlich hervor. Er ist relativ groß, recht schlank und gut proportioniert.

... mit Artgenossen

Kaspar ist – obwohl kleiner als Aragorn – der „Chef“ im schwarzen Rudel. Als „Kontroll-Freak“ muss er alles im Blick haben. Oft steht Kaspar zwischen seinem Rudel und dem Zaun, um die Besuchergruppe davor genau im Blick zu haben. Dann hält er den Kopf gesenkt und starrt die Leute aus seinen bernsteinfarbenen Augen durchdringend an. Wir nennen das den „Kaspar-Blick“ was so viel bedeutet wie „Bis hierher und nicht weiter“. Unterstützt durch den Zaun ist er somit immer erfolgreich, die Besucher dringen gewöhnlich nicht in sein Reich ein. Wann immer Aragorn und er getrennt werden, meist durch Tests, muss er beim wieder zusammen treffen, klar stellen, ob Aragorn sich eh noch erinnern kann dass er der Chef ist. Dafür macht er sich groß, knurrt Aragorn an und macht manchmal einen Schnauzengriff. Aragorn unterwirft sich bereitwillig und nach wenigen Augenblicken ist die Sache auch wieder geklärt.

... beim Lernen und in Interaktion mit uns

Kaspar kooperiert gut und hat meistens große Lust zu arbeiten. Beim "Learning Set" schießt er, sobald er losgelassen wird, auf die richtige Form mit dem darunter liegenden Leckerli zu. Dann kickt er sie mit Schwung weg, frisst das Leckerli und kommt zurück zur Trainerin. Bei den meisten Tests ist er derjenige der die Mechanismen als erstes versteht. Bei einem Kooperationsversuch, war er der einzige von allen unseren Wölfen der fast von Beginn an verstanden hat, dass er einen Partner braucht um die Aufgabe zu lösen und hat das irgendwie auch an seine Rudelmitglieder weiterzugeben.

... mit fremden Personen und Objekten

Mit fortschreitendem Alter, mochte Kaspar es immer weniger, dass „fremde“ Menschen in sein Gehege kommen. Mit seinen Handaufziehern als Verstärkung hat er aber noch immer keine Probleme im Kontakt zu fremden Personen. Nur hat er sich irgendwann entschieden, dass er einfach mit „neuen“ Leuten nicht mehr im direktem Kontakt arbeiten will. Durch dem Zaun, oder mit seinen Handaufziehern ist er aber noch immer der gute alte Workaholic wie eh und je und ist froh wenn er etwas zu tun hat.

Mit fremden Objekten hat er kein Problem. Ganz im Gegenteil, meist findet er sie so interessant, dass er sie unbedingt mit seinen Zähnen untersuchen muss. Der große rote Gymnastikball, von einem Test, wo es um die Reaktion auf unbekannte Objekte geht, wird von Kaspar kurzerhand kaputt gebissen. Bei dem Versuch zur Fragestellung „wieweit unsere Wölfe Mechanismen verstehen“, hat er kurzerhand die Kiste mit den vielen komischen Hebeln zerstört, um an das in ihr versteckte Leckerli zu kommen.

... im Welpenalter

Mit 4 Wochen hatte sich unser kleineres Männchen im Rudel entschieden, dass es nicht klein bleiben mag! Er fraß und fraß – möglichst die ganze Zeit. Deswegen nahm er in den ersten Tagen am meisten von allen zu!
Kaspar war nicht immer einfach, er hatte ein richtiges Wolfs-Wesen: Für ihn war nichts leicht oder eindeutig, er musste stets seinen nächsten Schritt gut überlegen und für sich einen Vorteil darin sehen. Was um ihn herum geschah, beobachtete er sehr genau und nur wenn er sicher war, dass an seiner Autorität nicht gezweifelt wird, entschied er sich mitzumachen.
Egal, ob es ums Spielen, um Training und Experimente oder ob es einfach nur um ein Leckerli von einer unbekannten Person geht: Er war sehr vorsichtig, aber auch sehr raffiniert.
Er hat uns oft mit seinen Ideen überrascht. Mit ihm zu arbeiten verlangte viel Geduld. Die beste Methode war und ist einfach abzuwarten bis er kooperiert.
Ein Beispiel: Er war ungefähr 6 Monate alt, als er sich entschied, nicht mehr bei Experimenten mitzumachen. Die Leckerlies waren jedoch verlockend, also kam er immer wieder in den Testraum. Sobald wir aber mit einem Experiment anfangen wollten, verlor er plötzlich seine Konzentration, lief hin und her, fing an zu rennen oder kletterte auf Tische und Stühle, versuchte die Tür durchzubeißen oder den Computer kaputt zumachen.
Wir entschieden uns abzuwarten, bis er damit aufhörte und sich auf uns konzentrierte – zweieinhalb Stunden später war er dann bereit mit uns zu arbeiten. Seitdem weiß er ganz genau: Kommt er in den Raum, muss er sich auch konzentrieren. Oder er bekommt kein Leckerli!
Nun überlegt er oft lange, ob er in den Testraum kommen will. Sobald er sich dazu entschlossen hat, arbeitet er aber voller Begeisterung mit.

Er war und ist der Einzige, der regelmäßig mit den Auzuchhunden, die anderen beobachten solche Spiele lieber aus der Entfernung.

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