Haben Sie keine Zeit, täglich unseren Tagebucheintrag zu lesen? Dann registrieren Sie sich für unseren monatlichen, elektronischen Newsletter
Taya verstarb leider im Juli 2009 an einer Magendrehung; die Obduktion ergab zudem einen schweren Wasserkopf (Hydrocephalus). Das war auch der Grund warum sie von Geburt an blind und offenbar geistig behindert war und unter epileptischen Anfällen litt. Trotzdem war sie zu Menschen und ihren Rudelgefährten sehr lieb und wurde von diesen auch weitgehend akzeptiert.
Tayanita Mit 6 Monaten (Oktober 2008):
Taya ist inzwischen unser menschenbezogener Wusel: sie beruhigt sich bei der Begrüßung kaum, kann nicht genug davon bekommen, zwischen die Beine zu laufen, am Ohr geknetet, oder am Bauch gestreichelt zu werden. Fremden Menschen gegenüber ist sie zuerst etwas vorsichtig, aber sobald sie ihre erste Scheu überwunden hat, ist sie sehr freundlich und lässt sich auch gerne streicheln.
Nur wenn es ums Futter geht, kann sie zur Furie werden. Das hängt wahrscheinlich mit ihrer Blindheit zusammen: jedes Futter was sie hat, muss sie gegen die drei anderen Wölfe stark verteidigen und kann sich keine Fehler erlauben, sonst ist es weg. Und im Eifer des Gefechts muss der Mensch aufpassen, dass er nicht mit einem Wolf verwechselt wird.
Tayanita im Welpenalter:
Taya ist unser kleinster Wolf und die Schwester von Kaspar. Klein, zerbrechlich, aber wenn sie was erreichen will ist sie sehr zielorientiert.
Sie ist seit ihrer Geburt blind - sie sieht nicht einmal Licht. Aber das hält sie von nichts ab, sie orientiert sich super im Gehege, und auch draußen während eines Spazierganges merkt man kaum, dass sie nichts sieht.
Von allen Wölfen begrüßt Taya jene Menschen, die sie von Geburt an kennt, mit größter Begeisterung. Wenn einer von uns nach einiger Zeit wieder ankommt, bleibt sie mehrere Minuten lang in dessen Nähe, folgt Schritt für Schritt durch das Gehege und will nur gestreichelt werden. Wenn das Wetter gut ist, und wir uns draußen hinsetzen, kommt sie nach einer Weile zu uns und schläft in unserer Nähe weiter.
Fremden gegenüber ist sie die Vertraulichste. Wenn jemand kommt, um die Wölfe zu besuchen, ist sie diejenige, die als Erstes zu den Fremden hingeht diese begrüßt und nach Leckerlies schnüffelt.
Trotz ihrer Blindheit ist nichts, was irgendwie nach Futter riecht, sicher vor ihr. Blitzschnell klettert sie am Tisch hoch, geht in die Küche und stiehlt alles, was in unseren Taschen ist. Und nur bei der Fütterung, verwandelt sie sich in eine Furie. Sobald sie ihre Portion geholt hat, verteidigt sie diese gegen Alles und Jeden. Da sie nicht sieht, wenn eines ihrer Geschwister in ihre Richtung kommt, hat sie sehr schnell gelernt auf die kleinsten Geräusche knurrend zu reagieren um ihr Essen auf härteste zu verteidigen – denn sonst ist es weg!
Der erste Eindruck (Mai 2008)
Taya ist halb so groß wie die anderen, hat sie das Verlangen zu leben und zu wachsen. Kleiner zarter Körper und dünne Knochen - sie ist einfach süss.
Sie war die erste, die aus der Flasche getrunken hat; wird allerdings recht schnell müde (wobei sich das auch rasant ändert).
Vielleicht wird ihre starke Persönlichkeit sie irgendwann zum Alpha-Weibchen des Rudels machen?
Diesen Wolf adoptieren