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Tagebucheintrag, 28.05.2010, guest
In den letzten Tagen haben uns viele Schulklassen besucht. Ich war immer wieder überrascht, wie interessiert die Kinder an den handzahmen Wölfen sind und wieviel sie schon wissen, wenn sie hierherkommen. Natürlich würden alle gerne die Wölfe streicheln, aber sie verstehen auch, daß das im Rahmen einer normalen Führung nicht möglich ist.
Einem richtigen Wolf so nahe zu sein; mitzuerleben, wie sie sich freuen, wenn ihre Trainerinnen ins Gehege kommen und zu zusehen, wie sie trainiert werden und wie gerne sie mit uns arbeiten ist für jeden ein großes Erlebnis, das nicht nur bei den Schülern einen tiefen Eindruck hinterläßt.
Heute waren auch die kleinen Wölfe, Kenai und Wapi, wieder einmal auf Besuch bei den „Großen“. Ungefähr jeden zweiten Tag kommen die mittlerweile 10 Wochen alten Welpen ein bißchen hinauf zum Küchengarten. Dabei lassen wir sie natürlich noch nicht zu den Adulten ins Gehege, sie dürfen sich durch den Zaun vor dem Testgebäude beschnuppern und kennenlernen.
Besonders Apache ist ganz begeistert von den Winzlingen, aber auch Nanuk, Tatonga und Yukon sind immer ganz aufgeregt. Die Älteren, Shima, Kaspar und Aragorn, sind zurückhaltender. Sie waren ja vor einem Jahr schon einmal mit Babywölfen konfrontiert, damals haben sie sogar „Zaun an Zaun“ mit ihnen gelebt.
Ob Wapi und Kenai einmal in das Rudel von Kaspar oder zu den Einjährigen kommen ist noch nicht sicher. Fürs erste versuchen wir, einfach alle mit einander bekannt zu machen und anzufreunden.