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Tagebucheintrag, 28.02.2010, Sebastian Vetter
Gestern hatten unsere Wölfe wieder allerhand Unterhaltung.
Am Vormittag trainierte Bea mit ihnen vor allem zwei neue Verhaltensweisen, die für Studien benötigt werden. Bei der ersten handelt es sich darum sich Speichelproben nehmen zu lassen. Dieses Verhalten ist selbstverstänlich generell sehr nützlich, wird momentan aber vor allem für Angelica's Studie gebraucht. Sie will untersuchen wie sich verschiedene Beschäftigungen, wie Training, Tests, Spaziergänge, etc. auf den Hormonstatus der Wölfe auswirken. Darüber bekommen wir dann mehr Information wie gut es unseren Tieren damit geht. Denn genauso wie langanhaltender Stress schädlich für Tier und Mensch ist, so ist es auch der Mangel an Aufregung und neuem. Bisher gehen wir auch aufgrund des geringen Agressionslevels im Rudel davon aus, dass unsere Tiere Beschaftigung genug haben und es ihnen damit recht gut geht, nach Angelica's Studie haben wir dann aber Gewissheit darüber.
Das zweite Verhalten ist für Marianne's Studie wichtig. Bei ihr geht es darum ob ein Wolf, wenn er weiß dass er etwas nicht darf, es trotzdem tut wenn er sicher ist, dass der Trainer es nicht sieht. Also ob der Wolf einschätzen kann was jemand anderes sieht oder weiß. Dafür müssen die Wölfe aber erst einmal lernen, dass sie Futter, welches an einer bestimmten Stelle liegt, nicht nehmen dürfen.
Am Nachmittag war dann Apache's Patin wieder zu Besuch. Dabei haben wir alle außer Shima ins Testgehege geholt. Natürlich mussten erst mal die neuen Holzplatten untersucht werden, die Kurt und ich letzten Samstag als neue Unterstände ins Gehege gebracht haben. Sie sprangen wild darauf herum oder rannten darunter hindurch und hatten dabei sichtlich Spaß.
Heute standen vor allem wieder jede Menge Tests auf dem Programm. Friederike und Zsófi waren seit dem Vormittag da und haben sowohl mit den Wölfen als auch mit unseren Hundewelpen viel gearbeitet.