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Tagebucheintrag, 13.01.2010, Sebastian Vetter
Unsere Wölfe haben zur Zeit eine Menge Spaß. Sie freuen riesig über den am Wochenende gefallenen Schnee und das Eis, das überall am Zaun hängt. Der Winter gefällt ihnen wirklich sehr. Sie jagen einander durch das verschneite und vereiste Gehege und spielen mit Eisbrocken, die sie vom vereisten Zaun herunter beißen.
Doch obwohl der Winter auch für uns Menschen Vorteile mit sich bringt, da uns dank der geschlossenen Schneedecke und des Frosts jede Menge Putzarbeit erspart bleibt und die Landschaft wirklich wunderbar ist, kommt meist mehr Arbeit dazu als uns erspart bleibt. Ich hatte am Wochenende alle Hände voll zu tun mein im Testgehege mit Backsteinen gelegtes Raster wieder sichtbar zu machen. Außerdem müssen die Schleusen und Tunnel sowie der Elektrozaun von Schnee und Eis befreit werden. Trotz alledem fanden Bea, Julia und ich vor der Führung am Sonntag sogar Zeit einige Zeit mit unseren Kleinen im Testgehege zu genießen.
Da Bea am Sonntag zu den Hundewelpen nach Ungarn fuhr und Rita erst am Montag Nachmittag zurück in Ernstbrunn war, war Montag dann ein eher ruhiger Tag. Nach meinem Test bekamen die Wölfe dann gleich was zu fressen, womit für sie und uns der Tag schon vorüber war.
Gestern war dann schon wieder mehr los. Da Zsófi da war hatten die Wölfe mehr zu tun. Bei einer gebuchten Führung durften Geronimo und Yukon hinüber ins Testgehege und zeigen was sie schon alles können. Danach ging Cherokee mit zwei Besuchern auf einen wunderbaren Winterspaziergang durch den verschneiten Wald. Zum Abschluss arbeiteten dann alle Kleinen noch am Touchscreen.
Heute war dann für die Wölfe wieder eher weniger los, da es für unsere Projektleiter Kurt, Friederike und Zsófi sowie Rita und Sebastian, dem leitenden Mitarbeiter des Tierparks Ernstbrunn, eine Menge zu besprechen gab. Der Umzug in den Park im Frühjahr will ja schließlich gut geplant sein.
Dafür dürfen sich unsere Wölfe morgen wieder auf einen arbeitsreichen Tag mit Friederike und Zsófi freuen.