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Tagebucheintrag, 08.01.2010, Bea Belenyi
Wir versuchen mit unseren Wölfen mindestens ein Mal pro Woche draußen spazieren zu gehen. Einige Spaziergänge werden von Gästen begleitet, bei anderen gehen nur wir mit. Jedes Tier macht beides, da, wenn wir nur bestimmte Wölfe für die spendierten Spaziergänge rausholen würden, es nicht gut für die Tiere wäre.
Zum Beispiel geht Shima gerne mit neuen Leuten spazieren, aber sobald für sie unbekannte Personen dabei sind, zieht sie sehr stark an der Leine sehr, was ja für die Person, die sie draußen an der Leine hält, nicht immer einfach ist. Wenn aber nur für sie gut bekannte Menschen mit uns kommen ist sie eine vorbildliche Spaziergängerin, die nie an der Leine zerrt. Apache ist auch viel viel entspannter wenn nur wir dabei sind, neue Leute muss man immer im Auge behalten. Trotzdem geben wir allen neun Wölfen die Möglichkeit hin und wieder mal auch mit Gästen unterwegs zu sein - solange die Tiere auch mitmachen wollen.
Vorgestern haben Aragorn, Kaspar, Apache und Yukon die Möglichkeit bekommen endlich mal spazieren zu gehen. Kaspar hat sich vorbildlich benommen und natürlich überall mit erhobenem Schwanz markiert. Was sollte er sonst tun, schließlich ist er unser Alphawolf. Aber er hat immer aufgepasst, dass die Leine locker bleibt, und ist hin und wieder mal gekommen um sich sein Stück Leckerli zu holen. Aragorn, unser Rex, hat sich ebenso perfekt verhalten. Er wollte kaum schnüffeln, sondern ist zwischen mir und Rita hin-und her gerannt um seine Stücke von Royal Canin Trockenfutter zu holen. Nach einer Weile hat er sich dann auch für andere Sachen interesiert, und wälzte sich schließlich mit riesiger Freude im Neuschnee. Apache war eher zurückhaltend, er war nicht so sicher ob er überhaupt spazieren will. Die im Gehege gebliebenen 8 haben natürlich geheult, was Apaches Entscheidung mit uns zu kommen nicht gerade erleichtert hat. Nachein paar Minuten hat er sich dann doch entschieden mit uns zu gehen und hat viel Spaß draußen gehabt. Yukon war ursprünglich nicht an der Reihe, aber nach ihrer Training-Session wollte sie nicht zu den anderen zurück, sondern blieb bei der Tür stehen und wollte unbedingt raus. Also wer kann schon ihren Wolfsaugen wiederstehen? Natürlich mit einem Spaziergang-Test verbunden habe ich sie dann rausgenommen. Sie hat viel Freude an dem Spaziergang gehabt.
Zur Zeit ist es etwas schwierig spazieren zu gehen, da gerade gestern und heute sehr viel Schnee gefallen ist. Das ist ein riesen Spaß für die Wölfe (die haben ja ein dickes Fell und fühlen sich bei Kälte viel wohler als bei Wärme). Für die Menschen, die hier arbeiten…naja… weniger Spaß.