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Tagebucheintrag, 05.01.2010, Sebastian Vetter
Und schon wieder ist ein Jahr vorbei. An dieser Stelle wollen wir allen Lesern unseres Tagebuchs noch ein gutes und erfolgreiches neues Jahr wünschen!
Unsere Wölfe haben trotz vieler Raketen und Knaller die Silvesternacht gut überstanden. Im Voraus waren wir alle sehr gespannt wie die Wölfe reagieren würden, da es für alle das erste richtige Silvester war. Zwar haben unsere Großen bereits in Grünau ein Silvester erlebt, jedoch unterschied sich die Silvesternacht dort aufgrund der Abgeschiedenheit nicht von jeder anderen Nacht. Alle waren erstaunlich entspannt und gerieten nicht in Panik, so dass auch Rita, Friederike und Flo, die bei den Wölfen blieben entspannt ins neue Jahr feiern konnten.
Aufgrund von Weihnachten und Silvester war am WSC in den letzten Wochen erstaunlich wenig los und viele genossen die Feiertage zu Hause bei der Familie. Inzwischen ist der Betrieb hier jedoch wieder voll angelaufen und wir sind so beschäftigt wie eh und je. So wurde bereits in den letzten Tagen wieder getestet, trainiert und Spaziergänge gemacht. Und als gestern dann noch Bea ankam lief wieder alles auf Hochtouren. Nachdem die Kleinen am Vormittag am Touchscreen gearbeitet haben fanden am Nachmittag dann mit den Großen meine Tests statt. Dabei durften sie zwischendurch auch am Touchscreen arbeiten und sogar noch jeweils eine Session Learning Set absolvieren. Gegen Abend dann, nach dem Spaziergang mit Cherokee und zwei Besuchern, bekamen die Kleinen dann noch je eine Trainingseinheit am Tauschapparat.
Heute jedoch mussten wir uns eher praktischen Aufgaben zuwenden. Als am Morgen das Gehege gesäubert wurde, wodurch das Rudel dabei ohnehin ins Welpengehege musste, nutzten wir die Gelegenheit und reparierten die Tür des vorderen Tunnels. Da die Halterung mit der Zeit aufgrund der rüden Behandlung durch die Wölfe doch etwas in Mitleidenschaft gezogen worden war, bekamen die Wölfe sie schon fast alleine auf, sodass es dringend nötig war.
Nachdem wir sie zurück gelassen haben gab es dann ein tolles Suchspiel. Als die Wölfe noch im Welpengehege waren haben wir im großen Gehege, ohne dass die Wölfe es mitbekommen haben, Fleisch und Fellreste versteckt. Wie nicht anders zu erwarten suchten alle mit Begeisterung nach dem versteckten Futter.
Nach einer Verdauungspause über Mittag gab es dann wieder das gewöhnliche Programm von Tests und Trainingssessions und für Shima gab es heute dann noch etwas besonderes. Heute war nämlich sie an der Reihe mit zwei Besuchern auf einen Spaziergang zu gehen.