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Tagebucheintrag, 01.04.2011, Helene Möslinger
Im Winter war ich, für ein Praktikum beim Wildbiologischen Büro LUPUS bei Ilka Reinhardt und Gesa Kluth, in Deutschland. Zusammen mit Sebastian Koerner und Catriona Blum machen sie das Monitoring der Wölfe in der Lausitz in Deutschland. Im Jahr 2000 gab es seit langem wieder ein reproduzierendes Wolfspaar und somit seit langem wieder ein Rudel in Deutschland. Mittlerweile gibt es in ganz Deutschland 7 Rudeln, 3 Wolfspaare und einzelne Individuen. 6 dieser Rudel, sowie 2 Wolfspaare befinden sich in der Lausitz. Die Biologen sammeln Wolfskot (Losungen) für Nahrungsanalysen und für genetische Auswertungen um mehr über die genetische Variabilität als auch über die Individuen selbst mehr zu erfahren. Weiters gibt es Untersuchungen über das Abwanderverhalten einzelner Wölfe, hierfür werden einzelne Tiere mit einem Sendehalsband ausgestattet.
LUPUS arbeitete weiters intensiv an der Entwicklung von Präventionsmaßnahmen für Landwirte wie Zäune und Herdenschutzhunden.
Ein wichtiger Bestandteil ist auch die Öffentlichkeitsarbeit, wobei hier das Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz (www.wolfsregion-lausitz.de) Präsentationen, Exkursionen, Ausstellungen veranstaltet und für Fragen über den Wolf zur Verfügung steht.
Wölfe brauchen keine Wildnis sie leben in Tagebaugebieten, auf Truppenübungsplätzen und sie leben auch in der Kulturlandschaft mit intensiv genützten landschaftlichen Flächen.