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Aktuelles über Kaspar:
Kaspar ist – obwohl er kleiner ist als Aragorn – der Chef im schwarzen Rudel. Als „Kontroll-Freak“ muss er alles im Blick haben. Oft steht Kaspar zwischen seinem Rudel und dem Zaun, um die Besuchergruppe davor genau im Blick haben zu können. Dann hält er den Kopf gesenkt und starrt die Leute aus seinen bernsteinfarbenen Augen durchdringend an. Ich nenne das den „Kaspar-Blick“. Das bedeutet wohl: „Bis hierher und nicht weiter“. Assistiert durch den Zaun ist er damit immer erfolgreich, die Besucher dringen gewöhnlich nicht in sein Reich ein.
Kaspar im Welpenalter:
Kaspar ist unser kleiner Rüde, Taya’s Bruder. Kaspar ist nicht immer einfach, er hat ein richtiges Wolfs-Wesen.
Für ihn ist nichts einfach oder eindeutig, er muss stets seinen nächsten Schritt gut überlegen und einen Vorteil für sich sichern. Was um ihn herum geschieht, beobachtet er sehr genau und nur wenn er sicher ist, dass an seiner Autorität nicht gezweifelt wird, entscheidet er sich mitzumachen.
Egal ob es ums Spielen, Training, Experimente oder einfach nur um ein Stück Leckerli von einer unbekannten Person geht. Er ist sehr vorsichtig und raffiniert.
Er hat uns oft mit seinen Ideen, wie er uns aus der Ruhe bringen kann, überrascht. Mit ihm zu arbeiten verlangt die meiste Geduld. Die beste Methode mit ihm ist einfach abwarten bis er kooperiert.
Nur ein Beispiel: er war ungefähr 6 Monate alt, als er sich entschied nicht mehr bei Experimenten mitzumachen. Die Leckerlies waren jedoch irgendwie verlockend, also ist er immer wieder in den Testraum reingekommen. Sobald wir aber mit einem Experiment anfangen wollten, hat er plötzlich seine gesamte Konzentration verloren und hat angefangen, hin- und her zu rennen, auf Tische und Stühle zu klettern, hat versucht die Tür durchzubeißen oder den Computer kaputtzumachen. Eindeutig wollte er nicht rausgehen, eher hat er darauf gewartet, wie wir auf sein Verhalten reagieren. Wir haben uns dann entschieden abzuwarten, bis er damit aufhört und sich auf uns konzentriert, egal womit er versucht hat uns aus der Ruhe zu bringen. Wir saßen zweieinhalb Stunden im Raum, bis er mit seinen Spielchen aufgehört hat und bereit war mit uns zu arbeiten. Seitdem weiß er ganz genau, dass er, wenn er einmal reinkommt sich auch konzentrieren muss oder er bekommt kein Leckerli. Deswegen überlegt er auch immer lange ob er reinkommen will, sobald er aber drinnen ist, arbeitet er jedoch mit voller Begeisterung mit.
Er ist der einzige der regelmäßig mit unseren Hunden spielt, die anderen beobachten solche Spiele lieber von der Entfernung.
Mit 6 Monaten (Oktober 2008):
Kaspar ist ein Wechselbad der Gefühle. Einerseits ist er scheu gegenüber fremden Personen, andererseits überaus lieb und zugetan. Letzteres aber nur, wenn er derjenige ist, der den Kontakt herstellt. Ansonsten bleibt er lieber auf Abstand.
Genauso ist es beim Arbeiten: er ist unheimlich schlau, aber nur, wenn er Lust dazu hat. Im Moment testet er oft, wer das längere Durchhaltevermögen hat, allerdings auf seine sehr zurückhaltende Art und Weise ohne jegliche Aggression. Es geht einfach nur um die Ausdauer. Wenn wir dann gewinnen, ist er bereit mit uns zu arbeiten und sich auch anzustrengen und dann steckt er die anderen 3 Wölfe in die Tasche!
Kaspar im Mai 2008:
Als das kleinere Männchen in dem Rudel hat er sich entschieden, dass das nicht lange so bleiben kann und er möglicht viel fressen muss: er frisst und frisst - möglichst die ganze Zeit.
Er hat in den ersten Tagen am meisten von allen zugenommen.
Er hat sich außerdem entschieden, seinen großen Bruder in seinen lautstarken Äußerungen zu imitieren.
Oft gelingt es ihm uns zum Rennen zu bringen, wenn er sich mal wieder die Seele aus dem Leib schreit, um endlich etwas zu essen zu bekommen.
Diesen Wolf adoptieren