Christina Wolf, 16.05.2012
Heute wollen wir über unser neues „Männerrudel“ berichten. Innerhalb weniger Stunden konnten …
News, 27.08.2011, Kurt Kotrschal
Megacool !!! (wenn ich das als seriöser Wissenschaftler mal so ausdrücken darf): Seit gestern läuft am Wolfsforschungszentrum in Ernstbrunn das größte Laufband der Welt, ein Jogginggerät für Wölfe und Hunde, gebaut von der Fa. Physio-tech Kiel, mit 2,5x10,5m Lauffläche, von 0-40km/h stufenlos regelbar.
Nun kann das Training der Wölfe und Hunde beginnen. Einzeln oder in Gruppen können damit unsere vierpfötigen Partner ihr Futter "erjagen" und damit auch zur körperlicher Bewegung kommen. Und uns wird das Band erlauben, zunächst über Herzschlagraten die Belastung und energetische Aspekte der (sozialen) Jagd bei Wölfen und Hunden zu messen und später auch genauere Fragen zur Kooperation der Wölfe bei der sozialen Jagd zu stellen.
Aufregend! Zunächst beginnen wir, die Tiere an das Band gewöhnen, unseren Trainerinnen steht also einige Arbeit bevor, aber bereits Habituations-und Trainingsphasen werden zur Datennahme genutzt. Betreut soll dieser Bereich zunächst mal vor allem von PhD-Studentin Maja Stojcev werden.
Damit verfügt das WSC als einzige Institution der Welt nicht nur über geeignete, kooperative Wölfe und Hunde, sondern auch über entsprechende Einrichtungen, die in den kommenden Jahren zu hoffentlich einzigartigen wissenschaftlichen Ergebnissen führen werden. Gleichzeitig wird das Gerät die Lebensqualität unseren Wölfen und Hunden weiter verbessern; Parkbesucher können natürlich bei allen Laufbandaktivitäten zusehen (ab Frühling 2012)!
Tatsächlich bedurfte es dreier "Verrückter", das Laufbandprojekt zu verwirklichen: das WSC Team selber, welches diese Idee beharrlich verfolgte, die Fa. Physiotech, welche mutig genug war, mittels eines völlig neuen Konstruktionsprinzips dieses etwa 6 To schwere Riesenlaufband zu konstruieren, und schließlich die Lebenswissenschaftliche Fakultät der Universität Wien, die ebenfalls mutig und vertrauensvoll genug war, den Gutteil der Finanzierung des Laufbands zu übernehmen. Wir danken ganz herzlich und werden versuchen, uns mit einer entsprechenden wissenschaftlichen Produktivität zu revanchieren.
Wir werden über die Fortschritte beim Training der Wölfe und Hunde berichten.