guest , 03.02.2012
Hallo! Ich bin Svenja und mache ein Praktikum am WSC. Ich komme aus Deutschland und studiere Biologie mit Schwerpunkt …
News, 17.07.2009, Kurt Kotrschal
Tayanita starb in der Nacht vom 1. zum 2. Juli. Die Obduktion an der Veterinärmedizinischen Universität (s. unten) ergab, dass sie am Abend zuvor sehr viel gefressen hatte und in den frühen Morgestunden an Magendrehung verstarb. Da dies in der Nacht und im Gehege passierte hatten wir keinerlei Möglichkeit, ihr zu helfen; am frühen Morgen lag sie tot im Gehege.
Zudem ergab die Obduktion einen ausgeprägten Hydrocephalus (Wasserkopf), was erklärt, warum sie von Geburt an blind war und später Epilepsie entwickelte.
Das Obduktionsgutachten der VetMed (auszugsweise):
Betreff: Säuger, Wolf, weiblich, 1 Jahr alt, 31 kg schwer, vorgelegen am 01.07.09
Vorbericht: von Geburt an blind, epilept. Anfälle, mot. Bewegungsstörung, viel gefüttert worden, in der Nacht verstorben
Durchgeführte Untersuchungen: Obduktion, histologische Untersuchung
Befund: Mäßig guter Nährzustand; im Gehirn stellenweise submeningeale Blutungen; hochgradiger Hydrocephalus internus im Bereich der Seitenventrikel bei Atrophie des Septum pellucidum; Mundhöhle hochgradig mit bröckeligem Futter angeschoppt; im Ösophagus knapp vor dem Zwerchfell zwei faustgroße Futterstücke steckend; Torsion des hochgradig tympanischen Magens nach rechts um 90 °, dieser hochgradig aufgegast, im Lumen in großer Menge bröckeliges Futter mit Beimengungen von Gras ...
Diagnose:
Akute Magendrehung als Todesursache. Die vorberichtlich angeführten neurologischen Symptome können auf den vermutlich angeborener Hydrocephalus internus zurückgeführt werden.
Taya war eine äußerst liebenswerte Persönlichkeit und sogar mit Kindern verlässlich freundlich. Im Rudel hatte sei eine Art Sonderstellung, war integriert, wurde aber nicht immer ganz für voll genommen. Zum Krokodil wurde sie nur, wenn Futter im Spiel war.
Wir vermissen sie sehr und hoffen, dass Ihre Patin nicht allzu traurig ist. Der Verlust eines Wolfes schon im ersten Jahr traf uns wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Irgendwann hätten wir sie wohl aufgrund ihres neurologischen Zustandes verloren, aber im Alter von 14 Monaten, das war eindeutig zu früh.