Wie die Leute im Wolfsforschungszentrum zusammenkamen
Über Jahre haben die Wissenschaftler an der
Konrad Lorenz Forschungsstelle (KLF) die soziale Komplexität und Kognition bei Vögeln unter der Annahme untersucht, dass der Lebensstil die Selektion von Kognition beeinflusst.
Seit vielen Jahren sollte diese Forschung auf Wölfe erweitert werden. Aber mit Wölfen zu arbeiten ist schwierig und kostenintensiv.
Vor einigen Jahren ist die erste Initiative von Friederike Range, ein Wolfprojekt an der KLF zu starten, an den Geldmitteln gescheitert. Sie hat daraufhin eine PostDoc-Stelle an der Universität Wien angenommen, wo sie soziales Lernen bei Affen und Hunden untersuchte.
Zusammen mit Ludwig Huber und Zsófia Virányi hat sie das
Clever Dog Lab etabliert, um die Kognition von Hunden zu erforschen.
Doch Range und Virányi mussten durch intensive und erfolgreiche Forschungsarbeit feststellen, dass die verschiedenen kognitiven Kapazitäten von Hunden und der Einfluss der Domestikation nur dann wirklich verstanden werden kann, wenn auch der Wolf in die Forschung einbezogen wird.
Die über mehrere Jahre andauernde enge Kooperation zwischen Friederike Range (Uni Wien) Zsófia Virányi (KLI) und Kurt Kotrschal (KLF Grünau) ergab in Zusammenarbeit mit dem Cumberland Wildpark die Möglichkeit, das Wolfsforschungszentrum WSC aufzubauen.