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Mein Studium der Biologie in Freiburg im Breisgau, Deutschland, neigt sich dem Ende zu. Vor meiner Diplomarbeit wollte ich jedoch die Gelegenheit nutzen und auch bei der Arbeit mit Wölfen und in der Verhaltensbiologie noch praktische Erfahrung sammeln. Zu diesem Zweck machte ich zwischen Oktober 2009 und März 2010 ein Forschungspraktikum am Wolf Science Center.
Während meines Studiums spezialisierte ich mich auf Ökologie und Evolutionsbiologie der Tiere, Wildtierökologie und -management, Geobotanik, Physiologie der Tiere, Verhaltensbiologie und Anthropologie.
Mein Hauptinteresse liegen dabei auf der (Verhaltens-) Ökologie und im Wildtiermanagement.
Wölfe faszinieren mich bereits mein ganzes Leben. Galt mein Interesse anfangs noch eher den Mythen und Legenden, die sich um diese beeindruckenden Tiere ranken, so wurde es im Laufe der Zeit, und vor allem dann während meines Studiums, zunehmend wissenschaftlicher, so dass ich schließlich beim Wolf Science Center in Ernstbrunn landete.
Visuelles räumliches Gedächtnis bei Wölfen (Canis lupus)
Bei sozialen oder gemeinsam fressenden Tieren, bei denen viel Konkurrenz um begrenzte Nahrungsressourcen herrscht, gilt das Verstecken von Nahrung unter bestimmten Umständen als adaptiv. Außerdem konnte gezeigt werden, dass in diesen Arten ebenso das Stibitzen von verstecktem Futter adaptiv sein kann, was manchmal zu einem regelrechten „Wettrüsten“ zwischen versteckenden und stehlenden Individuen führt und damit zu effektiven Verhaltensweisen des Stehlens. Tatsächlich ist die Nutzung von visuellem räumlichem Gedächtnis die effektivste und sicherste Methode versteckte Nahrung von anderen zu stehlen.
Es gibt viele Studien, die das visuelle räumliche Gedächtnis bei Vögeln – meist Corviden – untersuchen, aber nur wenige die sich diese Fähigkeit bei Säugetieren, von denen vermutet wird, dass geruchliche Reize bei der Nahrungssuche eine wesentlich größere Rolle spielen, anschauen. Der Wolf ist solch ein soziales Säugetier, bei dem es relativ viel Konkurrenz um Nahrung gibt, und stellt daher ein gutes Modell zur Untersuchung dieser Fähigkeit bei Säugetieren dar.
Ich untersuche das visuelle räumliche Gedächtnis der Wölfe am WSC indem ich künstliche Futterverstecke anlege und das Verhalten beim Leeren der Futterverstecke, wenn die Wölfe beim Verstecken zuschauen konnten, mit demjenigen, wenn sie nicht zuschauen konnten, vergleiche. Aufgrund des Altersunterschiedes der Wölfe habe ich bisher lediglich die drei getestet, welche 2008 geboren wurden.
Kutikuläre Kohlenwasserstoffe als Sexualsignal bei Pteromalidae (Hymenoptera)