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Friederike Range, Zsófia Virányi, Ludwig Huber; 2009
Die Weitergabe von menschlichem kulturellem Wissen verlangt, dass relevante Informationen erkannt und dann nachgeahmt werden. Schon sehr kleine Kinder sind mit der Fähigkeit ausgestattet, die wichtigste Information von einer Demonstration zu erkennen. Diese Fähigkeit basiert auf einem Verständnis von Effizienz und einem speziellen Kommunikationssystem, das weder Sprache noch hohes Niveau im Verständnis des Geistes voraussetzt. Ein Beispiel, wo Kinder beide Prozesse gleichzeitig nutzen, zeigt sich bei der selektiven Imitation. Kleinkinder imitieren eine ineffiziente Methode nur dann, wenn die Situation des Modells die Methode nicht erklärt und falls die Demonstration in einer Lern-Atmosphäre mit Kommunikation durchgeführt wird. Effizienz und Sensibilität gegenüber sozialen Hinweisen von Menschen wurden auch schon bei Hunden gezeigt. Ob Hunde jedoch auch beide Prozesse gleichzeitig anwenden und sich so vergleichbar verhalten würden wie Kinder in Bezug auf die selektive Imitation, ist noch unklar. In dieser Studie zeigen wir, dass Hunde, vergleichbar zu Kleinkindern, selektiv die ineffektivere Methode nur dann nachahmen, wenn die Situation die Wahl der Methode nicht erklärt.