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Forschungs Blog, 13.06.2008, Wolfgang Schleidt und Dorothy Gracey
Wolfgang Schleidt, ehemaliger Assistent von Konrad Lorenz, Professor der Zoologie an der Universität Wien, ist ein Welt berühmter Experte der Hund-Mensch Koevolution. Dorothy Gracey ist ein vergleichbarer Fan vom Leben mit Hunden und hat zur Katze-Mensch Beziehung in Kurt Kotrschal’s Forschungsgruppe gearbeitet. Die beiden besuchten die Wölfe in Zsofi’s Wohnung, und das Spielen mit den Welpen hat uns einige interessante Geschichten gebracht, hauptsächlich im Vergleich zu Hundewelpen.
Wir waren begierig die Wolfswelpen zu treffen, beide waren wir lange an Wölfen, als intelligenten, sozial kooperativen Tieren und als Vorfahren des Hundes interessiert.
Wolfgang Schleidt hat die Theorie aufgestellt*, dass Hunde-Domestikation eventuell tatsächlich als beiderseitiger Kontakt begonnen hat, als Teil eines Prozesses, in welchem Eurasische Menschen wolfsähnliche Herdenverfolgungs- und Jagd- Strategien angenommen haben (auf dem Weg des Viehhalter werdens), und Wölfe fanden in Menschencamps eine gute zusätzliche Futterquelle. Im Folgenden sind DG’s und WS’s Beobachtungen der Wolfswelpen, mit ein paar Vergleichen zu einem Hundewurf des gleichen Alters.
Nachdem DG sich auf den Boden gesetzt hat, Shima, der einzige Welpe, der dann aufgewacht war, hat sich ihr unmittelbar angenähert und ist auf sie geklettert, keine Signale von Neophobie oder Zwiespältigkeit zeigend. Das Foto von ihr und DG im Tagebucheintrag vom 29. mai zeigt sie auf DG’s Schulter. DG’s hat sie nicht dort gehalten, vielmehr ist sie selbst dorthin geklettert und DG hat sie lediglich festgehalten. Sie wurde mitten beim Gähnen fotografiert, nachdem sie gründlich an DG’s Haar geschnüffelt und gezehrt hat. Die Männchen haben sich ähnlich verhalten, krabbelten auf das Sofa zu WS sowie über DG. Taya war ebenso interaktiv, hat uns jedoch nicht so intensiv erforscht. Während unseres Besuches war sie nicht ganz so aktiv wie ihre Geschwister, sie hat meistens Distanz zu ihnen gehalten, separat schlafend und spielend mit uns alleine.
DG notierte, dass zumindest ein Wolfswelpe eine merkliche Schreckreaktion wegen eines plötzlichen Geräuschs zeigte; sie hat ähnliche Reaktionen bei Samoyeden Welpen des gleichen Alters beobachtet, manche mehr als andere. Wie auch immer, Die Wiederholung des Erschreckens in beiden Wolfs- und Hundewelpen stützte unsere Erforschung eher als sie zu verdecken. DG’s erwachsener Samoyede erschreckt immer noch bei lauten Geräuschen geht jedoch sofort mit Neugierde hin. Wie die Samoyedenwelpen, begannen die Wolfswelpen gelegentlich mit kurzen Konkurrenzkämpfen während des Spielens. Diese Konflikte beinhalten hauptsächlich einen Welpen, der gegen einen anderen protestiert, der zu wild ist beim Raufen. Die Welpen sind bereits aufeinander aufgeritten; DG denkt, zumal Samoyedenwelpen das in diesem Alter taten.
Gegen Ende des Besuches haben Shima und Taya sanft miteinander gerauft, beide mit Spielgesicht. Shima lag auf ihrem Rücken, Taya im Maul habend, während Taya über ihren Bauch kletterte.
Insgesamt, das am meisten Überraschende für uns war die Neugierde und Aktivität der Wolfswelpen, das fehlen der Neophobie, die Sanftheit ihre Maules, und ihre Lautäußerungen (ähnlich zu den Samoyeden, außer, dass die Wölfe nicht bellen): Grunzer, sanftes Grollen, kurze hohe brummende Schreie während des Raufens. In diesem Alter haben die Samoyeden bereits zu heulen begonnen, und uns wurde erzählt, das die Wölfe ebenso zu heulen begonnen haben, o hat keiner geheult, als wir da waren.
Weit entfernt von den Behauptungen alter Verhaltensforscher, dass ein Monat alte Welpen nur auf Reize reagieren, ein Wolfswelpe in diesem Alter erforscht bereits fleißig seine Welt und Artgenossen, Objekte, Gerüche und Geräusche.
*Schleidt, W. M. and Schalter, M. D. 2003. Co-evolution of humans and canids. Evolution and Cognition 9:1, 57-71. This paper can be found on the web at: http://www.uwsp.edu/psych/s/275/Science/Coevolution03.pdf