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Forschungs Blog, 12.04.2009, Helene Möslinger
Letztes Wochenende hatten wir ein Osterfest im Wolf Park. Der Osterhase versteckte Eier und Süßigkeiten für Kinder und für die Wölfe. Die Kinder sammelten mit Begeisterung die Eier ein, ebenso die Wölfe, sie kletterten auf Bäume und suchten in all möglichen Ritzen nach Ostergeschenken.
Die Experimente liefen sehr gut in dieser Woche. Als wir Alya das letzte mal im „string-pulling“ Experiment testeten, was sie etwas nervös und die Ergebnisse waren dementsprechend schlecht, jedoch diese Woche war sie entspannt und löste beinahe alle Versuche richtig. Auch im Training für das zweite Experiment waren Ayla und Marion sehr gut. Bin schon sehr gespannt wie sie in der nächsten Testreihe sein werden.
Zu dieser Zeit im Jahr bekommen viele Tiere ihre Jungen. An der Universität hörte ich viel über das Verhalten des Regenpfeifers zur Verteidigung ihres Nestes. Wenn ein Beutegreifer (auch der Mensch) sich dem Nest nähert, läuft das Weibchen davon und simuliert einen gebrochenen Flügel. Macht man kehrt und nähert sich dem Nest so kommt auch sie zurück und versucht erneut die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, wobei sie auch oft zu rufen beginnt. Dieses Verhalten kannte ich bisher nur aus der Theorie umso eindrucksvoller ist es nun für mich es in der Natur zu beobachten. Diese Situation ist jedoch bestimmt extrem stressig für das Weibchen.
Gestern hatten wir eine „Howl-Night“. Besucher kommen am Abend in den Park und erfahren mehr über Wölfe, über speziell diese Wölfe im Wolf Park und dann hat man die Möglichkeit mit den Wölfen zu heulen. Meistens setzten die Wölfe dann mitein oder antworten darauf. Heulen ist ein Kommunikationsmittel der Wölfe. Wölfe heulen um ihr Territorium einzugrenzen und auch um innerhalb des Rudels in Kontakt zu treten, vor allem wenn ein oder mehrer Tiere vom Rudel getrennt sind. Um ein Heulen zu Versuchen ist es am Besten den Mund zu einem „O“ zu formen und dann ein „U“ auszusprechen.
Frohe Ostern vom Wolf Park!