Shannon Stubs

Ursprünglich komme ich aus einer kleiner Stadt in Irland, aber seit August 2017 studiere und lebe ich in Schweden. Meine Liebe für Tiere und alles Naturverbundene habe ich von meinem Vater gelernt. Er verbrachte zahllose Stunden damit, mich aus der Stadt aufs Land zu bringen, mir alle möglichen Geschichten über Wikinger bis hin zum letzten irischen Wolf zu erzählen. Daher plagten mich keine Zweifel, als ich entschloß meinem Herzen zu folgen und Zoologie im Bachelor zu studieren. Den Bachelor schloss ich erfolgreich im letzten Jahr ab. Letzten Sommer bekam ich dann die Möglichkeit mit Honigbienen zu arbeiten, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Trotzdem bin ich dankbar, jetzt auch mit etwas größeren Tieren arbeiten zu dürfen!

In Schweden studiere ich derzeit angewandte Ethologie und Tierbiologie an der Universität Linköping. Als Teil meines Master-Studienganges absolviere ich ein 1-Jahr dauerndes Projekt als Masterarbeit. In den nächsten Monaten beobachte und dokumentiere ich die Verhaltensantworten von Wölfen im Vergleich zu domestizierten Hunden (Canis lupus familiaris), wenn diese mit dem Geruch verschiedener Duftstoffe konfrontiert werden. Als Duftstoffe verwende ich Säugetierblut, eine bestimmte Komponente des Blutes, sowie einen fruchtigen Odor. Vergleichbare Tests wurden bereits in schwedischen Zoos in anderen Carnivoren, wie sibirischem Tiger und afrikanischem Wildhund, und Beutetieren wie Mäusen, durchgeführt.

Da das WSC der einzige Ort weltweit ist an welchem Hunde und Wölfe gleich aufgezogen und gehalten werden, hat es mich daher zum WSC getrieben. Vor dem WSC hatte ich noch nie mit Wölfen gearbeitet und meine Erfahrungen mit domestizierten Hunden beschränkten sich bisher auf Haustiere. Meine Liebe für Hunde und das Interesse über domestikationsinduzierte Effekte auf das verhalten, waren der ausschlaggebende Grund für mein Interesse an diesem Projekt. Schon immer war ich fasziniert von Verhalten, nicht nur von Kaniden, sondern allen möglichen Tieren. Das ich jetzt - hier am WSC - das Verhalten von Wölfen und Hunden beobachten kann, fühlt sich also an als wäre ein Traum wahr geworden.